Fachkräftesicherung weiterdenken - Digitalisierung braucht Qualifizierung

Gruppenbild von der Preisverleihung.

BMAS Preisverleihung "Innovatives Netzwerk 2017" und "Innovative/r Netzwerkkoordinator/in"

Die Anforderungen an die Qualifizierungsbedarfe werden durch die zunehmende Digitalisierung höher. Dieses klare Ergebnis des Dialogprozesses Arbeiten 4.0, initiiert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), bleibt eine der großen Gestaltungsaufgaben für die Unternehmen und für deren Beschäftigte.

Dieses Thema greift auch der nunmehr 5. Innovationstag in Berlin auf. Regionale Fachkräftenetzwerke diskutieren mit Wissenschaft, Unternehmen und Politik, welche digitalen Kompetenzen und welches Wissen gefragt sind und wie dieses Wissen vermittelt werden kann. Diskutiert wird aber auch, wie die Unternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung umgehen.

"Die Vielfalt und die Stärken von regionalen Netzwerken zur Fachkräftesicherung zu würdigen ist uns ein besonderes Anliegen", betont Staatssekretär Thorben Albrecht. "Netzwerke verbinden, geben Impulse und Unterstützung und das auch überregional. Das alles sind Vorteile, die uns helfen werden die zukünftigen Herausforderungen der Fachkräftesicherung und der Digitalisierung zu meistern. Eine unserer zentralen Schlussfolgerungen aus dem Dialogprozess Arbeiten 4.0 war, dass die Entwicklung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit immer wichtiger wird. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dass wir Leistungs- und Lernpotenziale der Beschäftigten erkennen, erhalten und weiterentwickeln. Denn eine innovative Wirtschaft braucht ein breites Potenzial von möglichen Mitarbeitern 'auf der Höhe der Zeit'.", so Albrecht weiter.

Das BMAS zeichnete heute fünf herausragende, innovative Netzwerke und drei Netzwerkkoordinatoren aus, die sich für regionale Fachkräftesicherung engagieren und durchaus neue Wege beschreiten. Mit der Auszeichnung würdigt das BMAS stellvertretend für zahlreiche Akteure das außerordentliche Engagement im Bereich der Fachkräftesicherung und das hohe Niveau der Netzwerkarbeit.

Bei den ausgezeichneten Netzwerken handelt es sich um:

  • Netzwerk: Aktionskreis KOMpetenzPASS Berufsrückkehr
  • Netzwerk: BANG Netzwerk – Berufliches Ausbildungsnetzwerk im Gewerbebereich
  • Netzwerk: Network waldeck|frankenberg
  • Netzwerk: Willkommensagentur "Comeback Elbe-Elster"
  • Netzwerk: Wirtschaftsforum der Region Passau e. V.

Bei den ausgezeichneten Netzwerkkoordinatoren handelt es sich um:

  • Netzwerkkoordinatorin: Alice Güntert, Forum "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"
  • Netzwerkkoordinator: Christian Justa, Cleveres Köpfchen – Glówka pracuje
  • Netzwerkkoordinator: Dr. Dirk Lüerßen, Wachstumsregion Ems-Achse e. V.

Im Wettbewerb waren Netzwerke zur Beteiligung aufgerufen, die Maßnahmen in ihrer Region erfolgreich umsetzen, nachweislich Ergebnisse bei der Fachkräftesicherung erzielen sowie ihre Projekte evaluieren und bei Bedarf anpassen. Erstmalig waren Netzwerkkoordinatoren zu empfehlen, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit besonderem Engagement und Leidenschaft für ihr Netzwerk einsetzen.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des 5. Innovationstages Fachkräfte für die Region statt. Ziel des Innovationstages ist es, den deutschlandweit rund 500 Netzwerken und Projekten zur Fachkräftesicherung eine Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zu bieten. Unter dem Motto „Fachkräftesicherung weiterdenken“ wurde in diesem Jahr über Qualifizierung und Weiterbildung in der digitalen Arbeitswelt diskutiert.

Der Innovationstag ist eine Veranstaltung des Innovationsbüros Fachkräfte für die Region. Das Innovationsbüro ist ein Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und angesiedelt bei der DIHK Service GmbH des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Aufgabe des Innovationsbüros ist es, regionale Netzwerke und Initiativen zur Fachkräftesicherung bundesweit zu vernetzen und diese bei ihrer Netzwerkorganisation und -arbeit zu unterstützen sowie zu professionalisieren.

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