Durch Netzwerke zu besseren Lösungen

Motivbeschreibung © Colourbox

Die folgende Auflistung zeigt Ihnen einige ausgewählte, bundesweit agierende Netzwerke, die zum Thema Fachkräftesicherung hilfreiche Unterstützung für Unternehmen geben. Die Netzwerke zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine zentrale Kontaktstelle besitzen, aber gleichzeitig lokal bzw. regional vernetzt sind und dort eigene Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

Themenbereich Fachkräftesicherung

Das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) soll einen praktischen Beitrag zur Fachkräftesicherung auf regionaler Ebene leisten. Hauptaufgabe des Büros ist es, arbeitsmarktnahe Akteure vor Ort wie Arbeitsagenturen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Kommunen und Unternehmen zu vernetzen und deren Zusammenarbeit weiter zu professionalisieren. Themen sind z.B. Aus- und Weiterbildung, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Arbeitsmarktintegration besonderer Personengruppen oder Personalrekrutierung im In- und Ausland. Konkrete Projekte und Initiativen zur Fachkräftesicherung werden angestoßen und eine bundesweite Vernetzung unterstützt.

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit setzt sich für eine moderne Unternehmenskultur ein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konsequent in den Mittelpunkt personalpolitischen Handelns stellt. Sie unterstützt Arbeitgeber mit Beispielen aus der betrieblichen Praxis, bietet Austauschmöglichkeiten sowie Beratungs- und Informationsangebote und eröffnet die Möglichkeit, an Förderprogrammen teilzunehmen.

Die Fachkräfteinitiative Ostdeutschland ist vom Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer angestoßen worden. Denn zukünftig stellen sich die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Fachkräftesicherung in den neuen Bundesländern sehr schwierig dar: Durch den massiven Geburteneinbruch nach der Wende und die anhaltende Abwanderung insbesondere junger und gut qualifizierter Menschen wird das Arbeitskräfteangebot in Ostdeutschland sehr viel früher und auch stärker schrumpfen als im westlichen Bundesgebiet. Die "Zukunftsinitiative Fachkräftesicherung" fördert zehn innovative Projekte, die geeignet sind, das Beschäftigungspotenzial der eigenen Region bestmöglich auszuschöpfen und die Fachkräftebasis zu sichern. Darüber hinaus wird ostdeutschen Akteuren ein Forum geboten, über Landesgrenzen hinweg und aus verschiedenen Perspektiven heraus über Aspekte der Fachkräftesituation in Ostdeutschland und über mögliche Handlungsfelder und Aktivitäten zu beraten.

Der in 2012 gestartete Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur für Arbeit bietet neben einer Fülle von hilfreichen Informationen eine Plattform für den fachlichen Austausch. Er bietet z.B. regionalisierte Daten zu Branchen und Berufen, Visualisierungen zu regionalen Strukturdaten und einen Überblick über arbeitsmarktrelevante Netzwerke in ganz Deutschland. Über die Plattform können Interessierte den Kontakt zu Expertinnen und Experten verschiedenster Arbeitsmarktthemen herstellen. Den Zugang zum Arbeitsmarktmonitor erhalten Netzwerke mit Bezug zu Arbeitsmarktthemen über die Geschäftsführung der Agentur für Arbeit.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT ist ein Netzwerk, das sich für die Verbesserung des Übergangs Schule – Arbeitswelt für junge Menschen einsetzt. Ziele sind u.a. die Initiierung von nachhaltigen Partnerschaften zwischen Schulen und Betrieben und die Förderung ökonomischer Bildung.

Die 432 regionalen Arbeitskreise sind Kontakt- und Informationsplattformen und vernetzen die Schule-Wirtschaft-Akteure vor Ort. Schulen und Unternehmen werden bei der Anbahnung und Ausgestaltung von Kooperationen unterstützt. Es werden gemeinsam Aktivitäten zur Verbesserung der Zusammenarbeit von Schulen und Unternehmen in der Region entwickelt.

Die Ausbildungsstruktur vor Ort zu entwickeln und auszubauen, hat sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung zum Ziel gesetzt. Seit 2006 unterstützt das Ministerium das Programm JOBSTARTER. Das Programm fördert solche Projekte und Netzwerke, die in den Regionen zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen und Unternehmen bei deren Einrichtung unterstützen. Bislang werden über 280 innovative Projekte gefördert. In einer Deutschlandkarte sind alle Projekte und die dahinter liegenden Netzwerke zusammengeführt.

Informationen rund um das Thema Integration von Migrantinnen und Migranten in deutschen Unternehmen finden Sie auf der Internetseite des bundesweiten Netzwerks "Integration durch Qualifizierung (IQ)". Ziel des Netzwerks, das 2005 vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen wurde, ist die Arbeitsmarktchancen von Erwachsenen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu verbessern. Das Netzwerk hat in den vergangenen Jahren Instrumente, Handlungsempfehlungen sowie Beratungs- und Qualifizierungskonzepte entwickelt und erprobt. Sechzehn regionale Netzwerke – gefördert durch das BMAS, das BMBF und die Bundesagentur für Arbeit - haben seit Mitte 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Sie setzen Instrumente, Handlungsempfehlungen und Konzepte in die Praxis um und vernetzen sich mit weiteren Arbeitsmarktakteuren vor Ort. Ab 2013 wird das Netzwerk um zusätzliche Projekte ergänzt.

Themenbereich Demografie

Das bundesweite Demographie-Netzwerk e. V. (ddn) ist ein Partnernetzwerk der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Es handelt sich um ein Netzwerk von Unternehmen für Unternehmen, in dem sich rund 400 Unternehmen und Institutionen mit einer Personalverantwortung für über zwei Millionen Beschäftigte zusammengeschlossen haben, um den demographischen Wandel aktiv zu gestalten. Das Herzstück des ddn bilden 12 Facharbeits- bzw. Themenkreise, in denen gemeinsam neues Wissen entwickelt und vorhandenes Know-how ausgetauscht wird. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gesundheit, Arbeitsorganisation, Qualifizierung und Weiterbildung oder Führungs- und Unternehmenskultur. Zusätzlich gibt es in 18 regionalen ddn-Netzwerken Informationen und Austausch zur Fachkräftesituation, zu Förderprogrammen und zu regionalen demografischen Herausforderungen. Gegründet wurde ddn 2006 auf Initiative des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

In der "Offensive Mittelstand - Gut für Deutschland" - einem anderen Partnernetzwerk der Initiative Neue Qualität der Arbeit - arbeiten mehr als 200 Partner zusammen, um den Mittelstand in Deutschland nachhaltig bei der Fachkräftesicherung und -bindung zu unterstützen und seine Erfolgsaussichten zu verbessern. In der Offensive sind mittelständische Unternehmen, Arbeitgeberverbände, Sozialpartner, Fachverbände, Ministerien, Unfallversicherungsträger, Krankenkassen, die Bundesagentur für Arbeit und viele weitere dem Mittelstand verbundene Akteure vertreten. Gemeinsam fördern sie die Arbeitsqualität im Mittelstand und unterstützen ihn darin, die Veränderungen in der Arbeitswelt und den demografischen Wandel als Chance im Wettbewerb zu nutzen.

Bei dem Netzwerk Initiative Neue Qualität der Arbeit Demografie handelt es sich um ein Expertennetzwerk, das neben der Wissensgenerierung den institutionsübergreifenden Dialog im Bereich "Demografischer Wandel" initiiert und organisiert. Ziel ist, Unternehmen zu den Herausforderungen, die der demografische Wandel bringt, zu unterstützen.

Das Work Ability-Netzwerk Deutschland fördert die Anwendung des Work Ability Index (WAI). Mit seiner Hilfe können sowohl die aktuelle als auch die künftige Arbeitsfähigkeit von älter werdenden Beschäftigten erfasst und bewertet werden. Zur Verbreitung der Idee ist ein Netzwerk gegründet, eine nationale WAI-Datenbank aufgebaut sowie eine WAI-Software zur betrieblichen Anwendung erstellt worden. Die Initiative Neue Qualität der Arbeit fördert und unterstützt gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Anwendung und Verbreitung des WAI.

Das Deutsche Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung eines altersgerechten, betrieblichen Gesundheitsmanagements. Unterstützt wird das Netzwerk vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS und vom Bundesministerium für Gesundheit BMG.

Themenbereich Beruf und Familie

Bei den Lokalen Bündnissen für Familie sind auch Unternehmen als engagierte Partner mit dabei. Unternehmen profitieren von einer Mitarbeit, indem sie u.a. Impulse und Partner für familienfreundliche Maßnahmen kennen lernen. Im Netzwerk können sie ihre Erfahrungen austauschen und weiterentwickeln. Dadurch sparen Unternehmen Kosten und können passgenaue Angebote entwickeln. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen profitieren davon.

Im bundesweiten Netzwerk Erfolgsfaktor Familie treffen sich Unternehmen, für die Familienfreundlichkeit eine hohe Bedeutung erlangt hat. Gerade Arbeitgeber, die auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeitenden reagieren wollen, tauschen sich hier über unterschiedliche Maßnahmen und Erfahrungen aus. Das Programm "Erfolgsfaktor Familie" bündelt auf seiner Website zudem eine Vielzahl an unterschiedlichen praxiserprobten Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit.

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