Rückenschule

 

Ein Mitarbeiter sitzt an seinem Schreibtisch und streckt den Rücken durch. © Colorbox

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Ziel

  • Erlernen von richtigem Sitzen und Tragen
  • Verbesserung rückenspezifischer und allgemeiner Fitness
  • Kompetenz für einen eigenverantwortlichen Umgang mit dem Körper stärken (1)

Gelingensbedingungen

  • Anpassung des Übungsprogramms an die speziellen Tätigkeiten im Betrieb (z.B. Heben in der Pflege)
  • Notwendigkeit von wiederholtem Training sowie regelmäßiger Überprüfung, um alte Gewohnheiten aufzubrechen

Rahmenbedingungen

  • Gut durchzuführen in Kleinbetrieben
  • insbesondere in Branchen mit hoher körperlicher Belastung aber auch bei einseitigen Büroarbeiten sinnvoll
  • Struktur der Belegschaft: gemischte und ältere Belegschaften

Nutzen

  • Eignung der Rückenschule insbesondere zur Früherkennung und Vermeidung chronischer Krankheiten sowie zur Vermeidung von Folgeschäden und Rückfällen
  • Prävention von Krankheiten und damit Reduzierung von Krankheitstagen der Beschäftigten

Kosten

  • Gering: einmalige Sachkosten für Kurs/Trainer
  • Freistellung der Mitarbeiter/-innen für die Kursteilnahme sowie im Anschluss zur Durchführung der Übungen
  • Zusätzlich: Zeitaufwand zur Sicherung der dauerhaften Durchführung und Beteiligung im Unternehmen

Umsetzungsvarianten

  • Arbeitsplatzbezogene Rückenschulen
  • Kurse zur Stärkung der Rückenmuskulatur

Ein Beispiel aus der Praxis: Rückenschule für das Handwerk

Starke Belastungen und falsche Bewegungen führen zu Rückenproblem und häufigen Arbeitsausfällen. Im Durchschnitt beschreibt der Geschäftsführer einen Arbeitsausfall von etwa 20 Tagen aufgrund von Rückenbeschwerden. Besonders die älteren Beschäftigten sind durch die schwere körperliche Arbeit stark beeinträchtigt. In Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse wird ein 12-wöchiges Trainingsprogramm durchgeführt, mit dem die rumpfstabilisierenden Kraftfähigkeiten und das richtige Tragen und Heben trainiert werden. Um die Beschäftigten an die richtigen Bewegungen zu erinnern, werden Erinnerungshilfen in Form von Plakaten und Aufklebern in den Arbeitsalltag integriert. Wechselnde Rückenbeauftragte sorgen für die Umsetzung der Übungen im Alltag.
Die Kosten-Nutzen Bilanz ist positiv: Schmerzhäufigkeit und -intensität sind deutlich reduziert und eine Abnahme des Krankenstands aufgrund von Rückenbeschwerden konnte erreicht werden.

Weiterführende Informationen / Quellen

(1) Stößel, U. et al. (1998): Evaluationskriterien für Arbeitsplatzprogramme zur Prävention von Muskel- und Skeletterkrankungen, Schriftenreihe der BAuA, Fb 823, Dortmund: BAuA.

(2) iga (2008): Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung und Prävention – Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz 2000 bis 2006, IGA-Report 13, BKK / BGAG / AOK / Verband der Ersatzkassen e.V.

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