Kompetenzmatrix

 

Eine Zeichnung eines Mitarbeiters mit Helm, der mit einem Schraubenschlüssel vor fünf gezeichneten Zahnrädern steht. © Colorbox

Mein Werkzeugkasten:

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Ziel

  • Dokumentation von vorliegenden Wissensbeständen / Kompetenzen
  • Abgleich von betrieblichen Anforderungen und vorhandenen Kompetenzen
  • Schaffung einer Grundlage für Wissenstransfer, Sicherung von Wissen
  • Unterstützung einer adäquaten Prozess- und Einsatzplanung

Gelingensbedingungen

  • Einbindung der Mitarbeiter/-innen
  • aktive Nutzung im Unternehmen
  • Festlegung von Verantwortlichkeiten für Pflege der Datenbank

Rahmenbedingungen

  • In Kleinunternehmen als einfache Papier und Bleistift Varianten umsetzbar, in mittleren und größeren Unternehmen sind Wissensbestände häufig nicht überschaubar und erfordern umfassendere Lösungen
  • insbesondere in wissensintensiven Branchen eng mit weiteren Aspekten der Personalentwicklung und des Wissenstransfers zu koppeln
  • bei gemischten und älteren Belegschaften verstärkt hinsichtlich Wissenserhalt / Wissenstransfer

Nutzen

  • Hoher Nutzen durch schnellen Überblick über vorhandene ggf. auch noch ungenutzte Wissensbestände und deren Verteilung im Unternehmen

Kosten

  • Sachkosten entstehen nur, wenn technische Lösungen genutzt werden
  • Zeit der Mitarbeiter / Geschäftsführung für Gespräche zur grundlegenden Erhebung bzw. Dokumentation der Wissensbestände / Kompetenzen
  • Zeitlicher Aufwand zur Pflege der Daten; Aktualisierung der Angaben beispielsweise durch die Einbindung in Mitarbeitergespräche
  • Mögliche Folgekosten durch Qualifizierungsmaßnahmen

Umsetzungsvarianten

  • Verbindung mit Qualifizierungsmatrix zur Definition von Weiterbildungsbedarfen
  • Verbindung mit Anforderungsprofilen einzelner Unternehmensbereiche bzw. Arbeitsplätze
  • Nutzung als konkrete Ressource für Wissenstransfer mit explizitem (Prozess-)Wissen oder als Übersicht zu vorhandenen Wissensträgern

Ein Beispiel aus der Praxis: Kompetenzmatrix

In einem kleinen Unternehmen für IT-Dienstleistungen kam es zu Personalengpässen aufgrund längerer Krankheitsphasen von Mitarbeitern, die über wichtige Kompetenzen für das Unternehmen verfügen. Da diese Kompetenzen von anderen Mitarbeitern nicht eingebracht werden konnten, wurden in der Konsequenz lukrative Aufträge nicht bearbeitet.

Die verschiedenen Teams trugen daraufhin die aus ihrer Sicht wichtigsten Arbeitsaufgaben und notwendigen Kompetenzen für das Unternehmen zusammen. Anschließend bewertete jeder Beschäftigte die eigene Kompetenz, diese Aufgaben auszuführen. Mit der entstandenen Matrix wurde jedem Einzelnen die Möglichkeit geschaffen, den eigenen Qualifizierungsbedarf zu identifizieren und gegenüber der Geschäftsleitung als Weiterbildungsbedarf zu formulieren. Die Geschäftsleitung kann zukünftig Personalengpässe vermeiden, da alle zentralen Kompetenzen mindestens bei zwei Personen im Unternehmen vorgehalten werden.

Erstellung von AngebotenInterne AbrechnungProgrammierenKunden-betreuungBetreuung der Datenbank
Mitarbeiter 1++-0+
Mitarbeiter 200--+
Mitarbeiter 3+-0+-
Mitarbeiter 4--+00
Mitarbeiter 50-++-
Mitarbeiter 600-++
Mitarbeiter 7-++0-


Die verschiedenen Teams trugen daraufhin die aus ihrer Sicht wichtigsten Arbeitsaufgaben und notwendigen Kompetenzen für das Unternehmen zusammen. Anschließend bewertete jeder Beschäftigte die eigene Kompetenz, diese Aufgaben auszuführen. Mit der entstandenen Matrix wurde jedem Einzelnen die Möglichkeit geschaffen, den eigenen Qualifizierungsbedarf zu identifizieren und gegenüber der Geschäftsleitung als Weiterbildungsbedarf zu formulieren. Die Geschäftsleitung kann zukünftig Personalengpässe vermeiden, da alle zentralen Kompetenzen mindestens bei zwei Personen im Unternehmen vorgehalten werden.

Weiterführende Informationen / Quellen

(1) Erpenbeck, J. / Rosenstiel, L. v. (2003): Handbuch Kompetenzmessung, Stuttgart: Schäffer-Poeschel.

(2) North, K. / Reinhardt, K. (2005): Kompetenzmanagement in der Praxis. Mitarbeiterkompetenzen systematisch identifizieren, nutzen und entwickeln, München: Gabler Verlag.

(3) Website der BMBF-Transferprojekte zum Demografischen Wandel: www.demowerkzeuge.de, letzter Abruf: 29.03.2012.

Auf der Internetseite des Kompetenzentrums Fachkräftesicherung finden sich weiterführende Informationen zur Personalbedarfsplanung.

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