Interner Stellenwechsel

 

Ein Team von vier Mitarbeitern unterhält sich über etwas, dass sie gemeinsam auf einem Computermonitor ansehen. © Colorbox

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Ziel

physische und psychische Entlastung älterer Mitarbeiter/-innen durch verbesserte Passung individueller Leistungsfähigkeit und Stellenanforderungen

Gelingensbedingungen

  • Anerkennung der Probleme älterer Mitarbeiter/-innen durch die Geschäftsleitung bzw. Führungskräfte
  • Sensibilisierung der gesamten Belegschaft für die Thematik
  • offene Kommunikation mit den betroffenen Mitarbeitern/-innen hinsichtlich der Probleme und Möglichkeiten für einen internen Stellenwechsel
  • Akzeptanz des Stellenwechsels der betroffenen Mitarbeiter/-innen selbst

Rahmenbedingungen

  • begrenzte Möglichkeiten für einen vollständigen Stellenwechsel in Kleinbetrieben, siehe stattdessen alter(n)sgerechte Stellenbeschreibungen
  • schwieriger in hochspezialisierten Branchen.
  • geeignet für gemischte Belegschaften

Nutzen

  • interne Lösung für fehlende Stellen
  • Erhöhung der Effizienz der Mitarbeiter/-innen
  • Bindung älterer Mitarbeiter/-innen
  • Sicherung von Erfahrungswissen

Kosten

In der Regel hoch bei umfassenden Anpassungen der Arbeitsorganisation:

  • Kosten für eine Tätigkeitsanalyse zur Prüfung der Notwendigkeit sowie der Möglichkeiten interner Stellenwechsel
  • Kosten für eine (innerbetriebliche) Umschulung
  • ggf. Kosten für die Neubesetzung der freiwerdenden StelleIn der Regel hoch bei umfassenden Anpassungen der Arbeitsorganisation:
  • Kosten für eine Tätigkeitsanalyse zur Prüfung der Notwendigkeit sowie der Möglichkeiten interner Stellenwechsel
  • Kosten für eine (innerbetriebliche) Umschulung
  • ggf. Kosten für die Neubesetzung der freiwerdenden Stelle

Ein Beispiel aus der Praxis: Interner Stellenwechsel im Handwerk

Da ein Dachdeckerbetrieb nicht auf die Fähigkeiten von gestandenen Gesellen verzichten wollte, wurden flexible Arbeitsmodelle mit den Mitarbeitern entwickelt. Gesellen, die nicht mehr fit genug für den Einsatz auf dem Dach sind, werden an der Büro-Organisation beteiligt. Sie übernehmen Planungsaufgaben und Kundenbetreuung. Zur Vorbereitung wurden halbtägliche, monatliche Schulungen zur EDV-Qualifizierung für die Auftragsbearbeitung durch den Geschäftsführer durchgeführt. Mittelfristig wird der Geschäftsführer so von den Aufgaben des Tagesgeschäfts entlastet.

Weiterführende Informationen / Quellen

(1) Verschiedene Unternehmensbeispiele finden sich in der Datenbank "Gute Praxis" der Initiative Neue Qualität der Arbeit INQA: http://www.inqa.de/DE/Lernen-Gute-Praxis/Top-100-Gute-Unternehmenspraxis/inhalt.html

(2) Packebusch, L. / Weber, B. (2002): Durch qualifizierte Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen zum Erfolg. Personal halten und gewinnen - Eine Handlungshilfe. Mönchengladbach: IAP Hochschule Niederrhein Eigenverlag.

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