Gestaltung der Arbeitsplätze älterer Mitarbeiter/-innen

 

Eine ältere Mitarbeiterin arbeitet an einer Maschine. © Colorbox

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Ziel

  • Altersgerechte Arbeitsplätze aber keine „Altenarbeitsplätze“ z.B. durch Zusatzbeleuchtungen, Hebehilfen, Unterarmstützen, große Buchstaben

Gelingensbedingungen

  • Analyse der spezifischen Gefährdungen am Arbeitsplatz, denen die älteren Beschäftigten im Unternehmen ausgesetzt
  • Abgrenzung der Bereiche, die älteren Arbeitnehmern typischerweise die größten Probleme bereiten

Rahmenbedingungen

  • Akzeptanz ergonomischer Anpassungen sinkt mit zunehmender Höhe der Investitionskosten bei kleinen und Kleinstbetrieben
  • Kleine und schnell durchzuführende Maßnahmen der Arbeitsergonomie (Stuhl, Schreibtischhöhe, Lichteinfall, Geräuschpegel) werden leichter akzeptiert als Investitionen in Geräte (Gabelstapler).
  • unterschiedliche Anforderungen und Aufwendungen für Büroarbeitsplätze und gewerbliche Arbeitsplätze

Nutzen

  • kurzfristige Wirkungen möglich: auch kleine Anpassungen wirkungsvoll
  • langfristige Bindung älterer Beschäftigter
  • von Know-how und Anpassungen profitieren auch jüngere Beschäftigte

Kosten

  • hohe Erstinvestitionen für ergonomische Arbeitsplätze erforderlich
  • bei bereits nach arbeitswissenschaftlichen und ergonomischen Kriterien gestalteten Arbeitsplätzen sind nur wenige Veränderungen notwendig, um den Arbeitsplatz an die Bedürfnisse älterer Beschäftigter anzupassen

Ein Beispiel aus der Praxis:

In einem Handwerksbetrieb für Parkett- und Fußbodenbeläge hat die Sicherung der Arbeitsfähigkeit aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Belegschaft höchste Priorität. Parallel zu Schulungen zur Verbesserung der gesundheitskonformen Bewegungsabläufe bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird deutlich, dass das kontinuierliche Heben und Tragen der schweren Teppichrollen dauerhaft nicht zu leisten ist. Der Geschäftsführer investiert daher in entsprechende Geräte (Gabelstapler, Kurbel zum Heben schwerer Lasten) und reduziert so erfolgreich die Krankheitstage aufgrund von Rückenerkrankungen.

Weiterführende Informationen / Quellen

(1) BAuA (2008): Alles grau in grau? Älter werdende Belegschaften und Büroarbeit, Dortmund: BauA.

(2) IAG (2010): Arbeitsplatzgestaltung für ältere Arbeitnehmer, Ausgabe 11/2010, Berlin: DGUV.

(3) BGAG (2007): Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung für alle Generationen, http://age-management.net/data/freiberg_zieschang.pdf.

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