Zurück im Job

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Kiel/Lübeck in Kooperation mit dem Verein „Frauennetzwerk zur Arbeitssituation“

Wie das UKSH gut ausgebildetes Personal nach beruflicher Auszeit zurückgewinnt 

Die Universitätsklinik Schleswig Holstein (UKSH) hat eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, um dem Mangel an Fachkräften im eigenen Haus wirkungsvoll zu begegnen. Ariane Weigelt, Gleichstellungsbeauftragte des UKSH berichtet, was das Klinikum unternimmt, um qualifiziertem Fachpersonal nach längerer Auszeit den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. So bietet das UKSH ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Seminare und Coachings zu Themen wie Selbstmanagement und Arbeitszeitmodellen an.  Die hauseigene Bildungsakademie fördert die Requalifizierung des Personals im EDV-Bereich.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern 

Die Herausforderungen annehmen

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Die Herausforderungen annehmen

Beruf oder Familie? Nein! Beruf und Familie ist der Wunsch vieler Frauen. Unternehmen können den Wiedereinstieg erheblich erleichtern. Für Jutta Allmendinger vom Wissenschaftszentrum Berlin ein klarer Fall: Es ist Zeit zu tun, was getan werden muss.

"Wir haben gut ausgebildete Fachkräfte, die uns durch die Elternzeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Ihnen wollen wir es ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren", erklärt Ariane Weigelt. Eingebettet ist der Wiedereinstieg am UKSH in ein Maßnahmenprogramm zu Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das unter anderem verstärkt auf den Ausbau von Kindertagesstätten setzt. Die Ganztagsbetreuung soll Eltern Freiräume schaffen, wieder in Arbeitszeitmodelle mit höherer Stundenzahl einzusteigen. "Das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft Männer genauso wie Frauen", sagt Ariane Weigelt. Durch den generell hohen Anteil an Frauen im Gesundheitswesen sind es jedoch im UKSH eher Frauen, die ihre Beratung in Anspruch nehmen.

Den Weg für einen Wiedereinstieg ebnen 

Kerstin Humburg hat durch das Programm des UKSH den geeigneten Weg für ihren Wiedereinstieg gefunden. Nach sechs Jahren Elternzeit arbeitet die gelernte Kinderkrankenschwester jetzt in der Notfallambulanz des UKSH am Campus Kiel. "Die Maßnahmen des UKSH haben mir sehr geholfen. Es wäre wünschenswert, dass jeder Arbeitgeber so etwas anbietet, um Müttern den Wiedereinsteig zu erleichtern", sagt Kerstin Humburg.  

Bei einem Wiedereinstiegsseminar, dass das UKSH regelmäßig für Mitarbeiterinnen in beruflicher Auszeit anbietet, ist Kerstin Humburg auch auf das Frauennetzwerk zur Arbeitssituation aufmerksam geworden. Das Frauennetzwerk bietet im Rahmen des Aktionsprogramms Perspektive Wiedereinstieg ein externes Beratungs- und Seminarprogramm für alle Berufsgruppen an.

"Mit Hilfe des Frauennetzwerkes konnte ich klären, wann ich am Besten zurückkehre, auf welcher Station ich arbeiten will und ob ich wieder im Schichtdienst arbeiten kann," sagt die Mutter von zwei Kindern, die ihren Neustart im Beruf mit einer Hospitation im UKSH begann. "Als ich mich entschlossen hatte, zurückzukehren, habe ich vom UKSH das Angebot bekommen, in der Notfallambulanz zu hospitieren. Das hat mir so gut gefallen, dass ich die Stelle angenommen habe."

Mut zur Eigeninitiative

Mittlerweile locken Maßnahmen wie das besondere Arbeitszeitmodell, das auf die individuellen Möglichkeiten der Arbeitnehmerin eingeht, auch externe Fachkräfte an das UKSH.

Aber um noch besser über die zahlreichen individuellen Möglichkeiten für den Wiedereinstieg beraten zu können, wünscht sich die Gleichstellungsbeauftragte Ariane Weigelt vor allem: "Die Unternehmen sollten auf die Frauen zugehen, und genauso müssen auch die Frauen aktiv werden. Ich möchte die Frauen ermutigen, Eigeninitiative zu zeigen."

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