Hintergrund der Kampagne

Moderne Windkrafträder auf dem offenen Meer.

Politik, Sozialpartner und Unternehmen sind sich einig: Die Fachkräftesicherung  ist einer der entscheidende Herausforderungen der nächsten Jahre. Deshalb hat die Bundesregierung die Sicherung der Fachkräftebasis zu einem wesentlichen Ziel ihrer Politik gemacht. Seit 2012 begleitet und ergänzt  die Fachkräfte-Offensive diese politische Strategie durch eine breit angelegte, öffentlichkeitswirksame  Informations- und Mobilisierungskampagne. Sie bündelt die Aktivitäten der beteiligten Partner und zielt darauf ab, Unternehmen wie auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Fachkräftesicherung zu sensibilisieren. Die Offensive will Strategien zur Fachkräftesicherung aufzeigen und über bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote informieren.

Sensibilisieren und Aufklären

Die Fachkräfte-Offensive hat sich zum Ziel gesetzt, durch gezielte Kommunikationsmaßnahmen die breite Öffentlichkeit zu informieren und Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Personalverantwortliche für das Thema Fachkräftesicherung zu sensibilisieren. Auch wer jetzt noch keine Schwierigkeiten hat, seinen Personalbedarf auf dem heimischen Arbeitsmarkt zu decken, sollte sich frühzeitig auf eventuelle Engpässe in seiner Branche einstellen. Denn durch den demografischen Wandel wird die Zahl der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in Deutschland auf lange Sicht stark zurückgehen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen motiviert werden, sich mit ihren langfristigen beruflichen Perspektiven zu beschäftigen und beispielsweise Weiterbildungsangebote zu nutzen.

Aktivieren und Mobilisieren

Unternehmen, die bisher aus einem großen Reservoir von potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schöpfen konnten, müssen sich darauf einstellen, dass sich dies in Zukunft ändern kann. Hier sind neue Strategien der Personalgewinnung und -bindung, aber auch der Unternehmenspositionierung gefragt. Es wird in Zukunft stärker darum gehen, wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten können, denn der Konkurrenzkampf um gute Arbeitskräfte wird sich verschärfen.

Potenziale erkennen und erschließen

Um die Fachkräftebasis mittel- und langfristig zu sichern, ist eine systematische Förderung und Mobilisierung bisher vernachlässigter Potenziale unabdingbar. Die Fachkräfte-Offensive will Unternehmen dabei unterstützen, bestehende Potenziale im In- und Ausland zu erkennen und zu mobilisieren. Zielgruppenspezifisch gebündelte Informationen im Netz sollen mögliche neue Wege der Personalgewinnung und -bindung aufzeigen. Zugleich soll die Erwerbstätigkeit von beispielsweise Frauen und Älteren gesteigert werden. Die Fachkräfte-Offensive will besser und umfassender über die bestehenden Möglichkeiten der Ausbildung, des Wiedereinstiegs, der Qualifizierung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf informieren. Und schließlich gilt es, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von heute zu motivieren, durch lebenslanges Lernen und ein gutes Selbstmanagement eine gesuchte Fachkraft zu bleiben.

Informieren und Vernetzen

Alle verfügbaren Informationen für die unterschiedlichen Zielgruppen werden auf dem gemeinsamen Internetportal zusammengeführt. Das Portal schafft einen zentralen Zugang zu vorhandenen Projekten, Programmen, bestehenden Portalen oder regionalen Netzwerken und Beratungsstellen.

Im Ausland werben: Make it in Germany

Bei aller Anstrengung; schon heute ist klar, dass die Lücken auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht allein mit hiesigen Arbeitskräften zu schließen sind. Zwar steht das inländische Potenzial vorrangig im Fokus, aber Deutschland braucht auch gut ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland. Gesucht werden dabei Fachkräfte, deren Qualifikationen zur Nachfrage auf dem deutschen Arbeitsmarkt passen und die uns helfen, unsere Wirtschaft weiter voranzubringen. Um im internationalen Wettbewerb mit anderen Ländern um ausländische Talente erfolgreicher zu werden, hat die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für die Zuwanderung verbessert. Deutschland hat mittlerweile, auch im weltweiten Vergleich, sehr offene Regelungen für die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte, wie international beispielsweise durch die OECD bestätigt wird. Hochschulabsolventen erhalten mit der Blauen Karte EU einen unkomplizierten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.  Auch Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten mit einer anerkannten Berufsausbildung in bestimmten Engpassberufen, z.B. den Gesundheits- und Pflegeberufen, können seit Juli 2013 zur Beschäftigung nach Deutschland kommen.

Die Fachkräfte-Offensive flankiert diese Maßnahmen durch das mehrsprachige Willkommensportal "Make-it-in-Germany". Sie können sich über Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland informieren und gezielt nach Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt suchen. Dabei gilt: Ein attraktives Arbeitsumfeld, eine positive und motivierende Arbeitskultur und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind auch für qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland, Gründe sich für ein Unternehmen zu entscheiden.

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