Fachkräfteentwicklung im Überblick

Eine Statistik liegt mit Kugelschreiber auf einem Tisch. © Colourbox

Für den Zeitraum von 2010 bis 2025 wird ein Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials um  über 6 Millionen Personen vorausgesagt. Das sind diejenigen Menschen in Deutschland, die theoretisch im erwerbsfähigen Alter einer Erwerbsarbeit nachgehen können. Nach den Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamts wird die Bevölkerung im Erwerbsalter nicht nur abnehmen, sondern dabei auch durchschnittlich deutlich älter werden. Während die Gesamtzahl kontinuierlich zurückgeht, nimmt die Anzahl der Älteren ab 55 Jahren noch bis Mitte der 2020er Jahre zu.

Regionale Unterschiede

Bereits heute werden die Folgen des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt in den einzelnen Regionen deutlich sichtbar: So ist die Situation in Süddeutschland für einige Berufe angespannter als in den östlichen oder norddeutschen Ländern. In Teilen Ostdeutschlands hingegen haben Unternehmen bereits heute große Probleme, Auszubildende zu finden. Arbeitsmarktszenarien auf  Basis von Modellrechnungen zeigen, dass die Zahl der Erwerbspersonen in Ostdeutschland 2020 um bis zu 13 Prozent geschrumpft sein wird. Längerfristig werden die Folgen der demografischen Entwicklung aber in allen Bundesländern spürbar. Bundesweit müssen sich Unternehmen darauf einstellen, dass die Zahl der Erwerbspersonen weiter sinkt. Der Wettbewerb zwischen den Unternehmen um die besten Arbeitskräfte wird sich deutlich verschärfen. Informationen über die Fachkräftesituation im Mittelstand erhalten Sie hier

Arbeitskräftemonitoring

Um Bedarfe sowohl zeitnah als auch längerfristig verlässlich einschätzen zu können, hat   das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit wissenschaftlicher Unterstützung ein Arbeitskräftemonitoring entwickelt. Die Publikationen „Arbeitskräftereport“ des BMAS, „Der Arbeitskräftebedarf in Deutschland 2006 bis 2011“ sowie „Betrieblicher Arbeitskräftebedarf 2006-2012“ vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung liefern belastbare Erkenntnisse über  Arbeitskräftenachfrage und -angebot des Arbeitsmarkts am aktuellen Rand. Darüber hinaus untersucht in der Arbeitsmarktprognose 2030 ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam, ob uns längerfristig ein Fachkräftemangel droht, und gibt Empfehlungen, welche Weichen wir schon heute stellen können, um diesem vorzubeugen.

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